Vom Segnen und vom Fluchen…

(Flyer zum Studientag)

Samstag, 5. Oktober 2019, 9:45 – 16:30 Uhr, Nidelbad. 8803 Rüschlikon

«Segen» und «Fluch» sind grosse Worte

«Segen» und «Fluch» sind grosse Worte. Wir ahnen, dass dahinter eine grosse Wirklichkeit steht, der man sich nur mit Scheu nähert. Was geschieht eigentlich mit mir, wenn ich von einem Menschen oder zusammen mit der Gemeinde in einem Gottesdienst gesegnet werde? Und: Wie ist das, wenn eine Last auf meinem Inneren oder auf meinem Lebenslauf liegt, die man früher Fluch genannt hätte? Bildet man sich so etwas bloss ein? Die Fragen gehen weiter: Kann auch ich andere Menschen segnen? Verändert sich wirklich etwas? Oder täusche ich mich und andere, obwohl alles unverändert bleibt? Wer ist zum Segnen berechtigt? Welche Voraussetzungen sind dafür nötig? Kann man nur Menschen segnen, oder auch Tiere, Gegenstände, Landschaften usw.?

Diesen Fragen gehen wir am Studientag nach. Wie reden die biblischen Texte über Segen und Fluch? Dabei entdecken wir: Segnen und Fluchen sind zwar Vorgänge, die sich auf das Leben von Menschen, Familien, Gruppen und auch von Völkern auswirken und die sich weit über die eigene Lebenszeit hinaus erstrecken. Überraschend aber ist, dass es sich dabei primär gar nicht um religiöse Vorgänge handelt. Sie gehören eher zum Alltag als zur religiösen Dimension unseres Lebens. Und: Im Unterschied zu unserer Vorstellung kann, ja soll in der Sprache der Bibel ein Mensch nicht nur andere Menschen segnen. Wir Menschen sollen auch Gott segnen.

Was bedeutet das alles? An diesem Studientag fragen wir, was man über Segen und Fluch wissen kann. Wo liegen Grenzen, die unserem Verstehen gesetzt sind? Daneben wenden wir uns dem weiten Bereich seelsorgerlicher Fragen zu, die mit der Erfahrung von Segen und Fluch verbunden sind.

Voraussetzung Ziel

Für diesen Studientag sind weder theologische Bildung noch besondere Bibelkenntnis erforderlich. Voraussetzung ist genaues
Lesen, das offene Beobachten und die Fähigkeit, Fragen zu stellen. Zugespitzt: Welche Antworten stammen aus unseren eigenen Denk-Voraussetzungen – und: Für welche Antworten können wir uns zu Recht auf die Bibel berufen?

Referenten

Nächster Studientag

25. Januar 2020, Thema: noch offen.