Wie ist das … mit Mann und Frau? – Die Rippe

Gott will dem Menschen ein Gegenüber schaffen, das ihm zur Seite steht. Unter den Tieren findet der Mensch das nicht. Die Neuschöpfung geschieht im Tiefschlaf Adams. Er verschliesst die Stelle, an der er einen Knochen wegnimmt, mit Fleisch. Allein im Bauchbereich haben wir keine Knochen. Im Bereich des Unterleibs sitzen meine empfindlichsten Gefühle und meine Scham. Hier bin ich ohne Schutz. Gott hat ihn weggenommen, um dem Menschen das Gegenüber zu bauen: Damit ich mich innig mit einem andern Menschen verbinde. Es bedeutet auch, dass ich meinem Partner nie weh tue und ihn nicht verletze.

Wie ist das … mit Mann und Frau? – Die Hilfe

Gott hat eine Absicht: Ich will ihm eine Hilfe, ein Gegenüber schaffen. Der Mensch ist ein Bedürftiger. Das Hebräische versteht Hilfe als Rettung, wenn ich in Not bin und nicht mehr weiter weiss. Hier geht es aber nicht um Rettung, sondern um „Ezer“, eine Prozenthilfe: ich brauche Ergänzung, weil ich es nicht allein schaffe. Es geht nicht um Herrschaft, die den Partner retten kann. Wir dürfen und sollen aber auch um die Hilfe des Andern bitten, wo wir selbst nicht weiterkommen. (Text by Fritz Imhof)

Wie ist das mit Mann und Frau? – Gott macht ein Bild von sich

„Lass uns Menschen machen nach unserem Bild“, sagt Gott, bevor er den Menschen schafft. Ein Bild? Es soll ein Wesen werden, in dem man Gott erkennen kann. Er hat ein Bild von sich hinterlassen: den Menschen. Männlich und weiblich. In der Verschiedenheit von Mann und Frau und auch im Miteinander kann ich etwas von Gott erkennen. So wie sich Mann und Frau gegenseitig nie ganz begreifen können, wird uns auch das Geheimnis Gottes nie ganz enthüllt. Aber es wird uns anschaubar, was Gott ist. (Fritz Imhof)